Sonntag, März 29, 2009

Neues von der Baustelle:

Es ist leider schon eine kleine Ewigkeit her dass ich hier im Gartentagebuch was gepostet habe.
Ich bin im Moment noch immer mit dem renovieren des alten Bauernhofes beschäftigt. Dies nimmt all meine Zeit und Kraft in anspruch, so dass es mir zur Zeit unmöglich ist, hier im Gartentagebuch zu schreiben. Die die sich gerne umfassend über den Renovierungsstand informieren möchten, verweise ich gerne auf meine Webseite: www.kraizschouschteschgaart.info.
Die Zeit des renovierens ist aber auch irgendwann einmal zu Ende und ich verspreche dass ich dann wieder regelmässig hier im Gartentagebuch schreibe.
Ich bitte um Verständnis dass in der Zwischenzeit leider hier keine Einträge erfolgen.
Wie gesagt alle die sich gerne weiter informieren möchten kann ich zur Zeit nur auf meine Webseite: www.kraizschouschteschgaart.info verweisen.
Vielen Dank für Ihre Geduld!!!

Freitag, August 10, 2007

Zwischenstand Renovierung:

Nach mehreren Monaten des Stillstandes hier im Gartentagebuch möchte ich die Gelegenheit einmal nutzen um kurz über den augenblicklichen Zwischenstand der Renovierung des Bauernhofes beim Kraizschouschteschgaart zu berichten.
Nach einer längeren Phase des ausräumen des Hofes sind zwischenzeitlich fast alle Mauern vom alten Putz freigelegt und neuzeitliche "Grässlichkeiten" wie Plastikböden und Betonelemente fast alle entfernt.
Die Drainagearbeiten in und ums Haus sind zumindest grob auch schon abgeschlossen. Da hier bei uns momentan überall Betriebsferien sind, sind die Arbeiten die nicht von mir durchgeführt werden können, ins stocken geraten.
Erst etwa Anfang September kann es wieder wie gewohnt weitergehen.
Zwischenzeitlich nutze ich die Zeit um mich über verschiedene Materialien oder Arbeiten die noch zu erledigen sind und die nicht von mir durchgeführt werden können, ausführlich zu informieren.

Es bleibt also noch sehr viel zu tun. Die Arbeiten sind umfangreicher und schwieriger als erwartet. Ganz sicher wird dadurch nicht nur diese Gartensaison sondern wohl oder übel auch die nächste Saison in Mitleidenschaft gezogen werden.

Durch den kronischen Zeitmangel der leider augenblicklich besteht, bitte ich meine Leser um Entschuldigung, dass das Gartentagebuch ganz gestoppt ist im Moment bezw. dass Anfragen per Mail leider nicht immer sofort beantwortet werden können. Ich hoffe auf das Verständnis meiner Leser :)

Natürlich wird es hier im Gartentagebuch wieder gewohnt weitergehen, wenn zumindest die gröbsten Renovierungsarbeiten am Bauernhof abgeschlossen sind. Sobald also wieder mehr Zeit für den Garten besteht, werde ich an dieser Stelle auch wieder wie gewohnt regelmässig aus dem Kraizschouschteschgaart berichten.

Ich wünsche allen meinen treuen Lesern und die die regelmässig meine Webseite besuchen, eine schöne und ertragreiche Gartensaison.

Sonntag, Mai 20, 2007

Sonntags-Beitrag:

Zuckerwurzel:

Botanischer Name: Sium sisarum

Deutscher Name: Zuckerwurzel

Gemüsefamilie: Apiaceae / Doldenblütlergewächs

Früher war die Zuckerwurzel in unseren Gärten noch recht häufig anzufinden. Heutzutage ist sie leider zu einer Rarität geworden.

Die Pflanze ist eine ausdauernde und mehrjährige Staude. Die Aussaat der Zuckerwurzel erfolgt im März / April oder im August / Anfang September. Die Keimung ist etwas ungleichmäßig. Der Samen sollte zur Beschleunigung der Keimung am besten vorher vorgequollen werden. Der Reihenabstand beträgt etwa 25 - 35 cm. In der Reihe soll man auf etwa 15cm vereinzeln.

Blatt der Zuckerwurzel

Einfacher ist die Vermehrung durch Teilung älterer Pflanzen. Dazu werden im Spätherbst, die Pflanzen ausgegraben. Es sollen bleistiftstarke Seitenwurzeln abgenommen und auf 20 - 25 cm Reihenabstand aufgepflanzt werden. Durch Auslese der besten und geradesten Wurzeln und deren konsequente vegetative Vermehrung, (also immer nur teilen, nicht aussäen), kann man sich einen guten Bestand heranziehen.

Die Ernte erfolgt von Herbst bis März. Der Boden sollte locker, feucht und humusreich sein. Staunässe wird zeitweilig vertragen, aber keine längere Trockenheit. Daher immer gleichmäßig feucht halten. Zuckerwurzeln gedeihen am besten in sonniger Lage.

Blüte der Zuckerwurzel

Die Zuckerwurzel kann schon im ersten Jahr ab Oktober beerntet werden. Verwendung finden die ausgegrabenen Wurzeln. Diese sauber abgebürstet und anschließend kurz gegart, ergeben ein leicht bekömmliches Gemüse. Sie können aber auch als Rohgemüse geraspelt, gedünstet oder wie Schwarzwurzeln gekocht werden. Der fädige innere Zentralzylinder sollte vor oder nach dem kochen entfernt werden. Man kann die Wurzeln, da sie etwa 6% natürlichen Zucker enthalten auch als Brei für Babynahrung oder um Suppen eine sämige Einlage zu geben, verwenden. Nach dem ersten Frost schmecken die Wurzeln noch besser.

Zuckerwurzel Pflanze

© by SCHWARTZ Steve www.kraizschouschteschgaart.info

Sonntag, Mai 06, 2007

Sonntags-Beitrag:

Echter Eibisch:


Deutscher Name: Echter Eibisch

Botanischer Name: Althea officinalis syn. Althea subiobata

Familie: Malvaceaea / Malvengewächs

Der echte Eibisch kommt wild in Europa, Asien und Nordafrika vor. Er ist eine ausdauernde Staude, die bei sehr günstigen Standorten bis zu 2 m hoch werden kann. Normal sind aber Höhen von 60-120cm. Die Stängel und Blätter sind samtig und filzig behaart. Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Die Farbe der Blüten ist weiß bis rosa. Die Staubbeutel sind purpurn und dunkellila gefärbt.

Die Pflanze bevorzugt feuchte und nasse Wiesen, Ufersäume und gedeiht selbst auf leicht salzhaltigen Böden. Der Standort sollte sonnig bis leicht schattig sein.

Der echte Eibisch kann entweder durch Samen (generativ) oder über Teilung (vegetativ) vermehrt werden. Die Aussaat erfolgt von Oktober bis Dezember in Aussaatschalen, die im ungeheizten Frühbeet oder Gewächshaus aufgestellt werden. Die Pflanze ist ein sogenannter Kaltkeimer. Diese brauchen zum keimen, kühle und wechselhafte Temperaturen. Die Keimung erfolgt erst im Frühjahr!

Wenn die Pflanzen ausreichend groß sind werden sie in kleine Töpfe pikiert und später im Freiland gepflanzt. Die Abstände liegen bei 50x50cm bis 70x70cm.

Die Teilung erfolgt entweder im zeitigen Frühjahr oder im Herbst. Dazu werden bestehende Pflanzen ausgegraben und mit dem Spaten in mehrere kleine Teile zerteilt. Diese pflanzt man direkt wieder im Freiland ein. Abstände wie bei der Aussaat.

Die erste Ernte kann bei der durch Aussaat vermehrte Pflanzen, für die Blätter im ersten Jahr erfolgen. Für die Wurzeln dauert es 2 Jahre bis sie beerntet werden können.

Verwendet werden die jungen frischen Blätter über die ganze Saison, bis sie anfangen trocken zu werden. Die Wurzeln können ab dem zweiten Standjahr ebenfalls geerntet werden. Dazu gräbt man sie ab November, wenn die Stängel und Blätter abgestorben sind, aus.

Die Blätter müssen, da sie schnell welken, immer frisch verwendet werden. Die Wurzeln die zumessen bestimmt sind, können in feuchtem Sand eingeschlagen gelagert werden. Die die für Medizinahle Zwecke gedacht sind, werden in Stücke geschnitten und getrocknet.

Die Blätter mischt man roh unter Salate oder legt sie zum aromatisieren in Öl oder Essig ein. Sie können aber auch als Gemüse oder als Spinat zubereitet werden. Die Wurzeln können in Butter oder frittiert zubereitet werden.

Die Blüten und Blätter können als Tee für verschiedene Medizinale Anwendungen benutzt werden. Ebenso sind die getrockneten Wurzeln auch für Medizinale Zwecke einsetzbar.

© by SCHWARTZ Steve www.kraizschouschteschgaart.info

Sonntag, April 08, 2007

Sonntags-Beitrag:

Zunächst einmal wünsche ich all meinen Lesern ein frohes und sonniges Osterfest!!!

"King Edward VII"
Die Vorstellung über alte Kartoffelsorten geht heute weiter. Diesmal möchte ich euch eine besonders auffallende Sorte vorstellen, und zwar die „King Edward VII“. Sie wird auch noch als „Oeil de Perdrix“ bezeichnet.

Die Sorte stammt von John Butler aus dem Jahre 1902 und kommt aus England. Sie wurde aus den Sorten „Magnum Bonum“ x „Beauty of Hebron“ gezüchtet. Die Sorte hat ein hellgelbes Fleisch.

Sie ist vom Koch-Typ her vorwiegend festkochend. Das auffälligste Merkmal ist die Schale. Denn auf der gelben bis ockerfarbenen Schale hat sie schöne leuchtend rötliche Flecken.

1916 entstand aus dieser Sorte heraus, eine Mutation die einen deutlich größeren Rot-Anteil auf der gelben Schale aufweist. Diese neue Sorte wurde fortan unter der Bezeichnung "Red King Edward" geführt.

Hier ein Foto dieser tollen Sorte:

© by SCHWARTZ Steve www.kraizschouschteschgaart.info

Montag, März 26, 2007

Renovation:

Wie angekündigt, wird die diesjährige Gartensaison sehr von den Renovierungsarbeiten am Bauernhof des "Kraizschouschteschgaart" bestimmt und beeinflußt. Anfangs des Jahres war ich noch voller Zuversicht daß es zumindest in einem eingeschränkten Maße möglich wäre, den Garten mit den Renovierungsarbeiten und der Webseite gleichzeitig zu erledigen. Leider muß ich zwischenzeitlich feststellen, daß dies nicht so sein wird wie ich es mir vorgestellt habe.
Neben einem recht anstrengenden Arbeitstag, privaten Dingen und der Familie ist es schon recht kräfte- und zeitzehrend einen großen Bauernhof komplett zu renovieren. Wenn dann auch noch ein mehrerer 100 Quadratmeter großer Garten mit großen Gewächshäusern und eine Webseite mit Gartentagebuch dazu kommt, müßte der Tag mindestens 25 Stunden haben um alles können zu erledigen.
Bislang habe ich versucht alles irgendwie am Laufen zu halten. Aber ich merke, daß ich dies nicht über die nächsten Monate so aufrecht erhalten kann. Regelmäßige Besucher meiner Webseite werden schon festgestellt haben, daß im Tagebuch die letzte Zeit nicht viel eingetragen wurde. Erste Anzeichen daß man nicht alles miteinander erledigen kann.
Um mir etwas mehr Zeit für die Renovation zu verschaffen, habe ich daher beschloßen das Tagebuch vorerst nicht mehr weiterzuführen. Gelegentliche Einträge sind aber weiterhin möglich, sowie Gastbeiträge.
Auch werden die Updates auf der Webseite wohl etwas zurück geschraubt werden müßen um mir einen größeren Zeitfreiraum für die Renovation zu schaffen.
Wie es diese Saison im Garten weitergeht, habe ich augenblicklich noch nicht ganz beschloßen. Tendenziell wird es wohl einen Anbau geben, aber wohl nur mit den allernötigsten Sorten, die unbedingt angebaut werden müßen. Aber hier werde ich mich noch definitiv entscheiden wie es dieses Jahr weitergeht.
Das am 25 Dezember 2006 vorgestellte Projekt um das verwilderte Freiland hinter dem Bauernhof wieder in einen fruchtbaren Garten zu verwandeln, wird vorerst nicht realisiert. Es gibt eben Arbeiten, die eine höhere Priorität zur Zeit genießen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden diese Arbeiten aber nachgeholt.
Was die Renovation im Hof anbelangt, geht es langsamer voran als anfangs gedacht. Da während den letzten Jahrzehnten immer mal wieder etwas am Hof umgeändert oder erneuert wurde, gibt es mehrere Stellen im Haus, wo dicke Betonfußböden gegossen wurden, oder wo dicke Beton-Verputze auf die Wände aufgetragen wurde. Um die wieder zu entfernen ist schon eine echte Herausforderung. Zur Zeit kämpfen wir uns durch den alten Verputz durch. Mehrere hundert Quadratmeter Fläche, ich rechne mit etwa 500 bis 700m
² warten auf ihre Freilegung. Daneben kommen noch zahlreiche Quadratmeter an Betonböden die wieder zu entfernen sind, damit man das darunter befindliche Erdreich, wie dies früher üblich war, ebenfalls entfernen kann. Auch hier werden später pro Raum etwa 10-15 Kubikmeter Aushuberde anfallen, die alle von Hand herausgenommen und aus dem Haus transportiert werden müßen. Große Geräte haben keinen Platz im Haus, so daß viele anfallende Arbeiten von Hand erledigt werden müßen.
Man kann bereits an den paar Kleinigkeiten erkennen, daß das ganze ein Riesen Unterfangen ist, was sich nicht mal schnell so nebenbei erledigen läßt. Ich hoffe sehr daß meine Leser und Besucher dieser Webseite Verständnis für die Einschränkungen haben, die ich in den nächsten Monaten in Bezug auf meine Webseite und das Tagebuch durchführen muß. Sobald es mir wieder möglich ist mich mehr dem Garten zu widmen, weil die Renovationsarbeiten dann zumindest größtenteils abgeschlossen sind, werde ich wie gewohnt das Tagebuch wieder weiterführen und auch regelmässig meine Webseite aktualisieren.
Ich hoffe auf das Verständnis meiner Leser und Besucher und wünsche allen eine gute Gartensaison 2007.

Sonntag, März 25, 2007

Sonntags-Beitrag:

"Edzell Blue"

Heute möchte ich euch eine weitere Kartoffelsorte hier vorstellen und zwar die „Edzell Blue“.

Diese alte Landsorte kommt aus dem Distrikt Edzell aus Schottland an der Ostküste. Sie ist bereits seit 1915 auf dem Markt vorhanden gewesen. Das erste Erscheinungsdatum der Sorte, wird aber in verschiedenen Quellen, auf das Jahr 1890 datiert.

Schön mehlig kochende Sorte. Bildet kleine bis mittelmäßige Knollen von einer relativ rundlichen Form. Die Augen liegen relativ tief ein. Die Schale ist lila bis leicht bläulich gefärbt und oft stark aufgeraut. Nasse Kartoffeln dieser Sorte, glänzen schön metallisch lila. Das Fleisch der „Edzell Blue“ ist von weißer Farbe.

Hier einige Fotos von dieser Sorte:


© by SCHWARTZ Steve www.kraizschouschteschgaart.info